Berlin : Kalte Krieger

Lars von Törne

sieht neue Spannungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis Da waren wir gerade dabei, uns nach der irakkriegsbedingten Verstimmung unseren amerikanischen Freunden wieder anzunähern, und dann das: Kommunisten und Sozialdemokraten in Berlins Landesregierung provozieren die Vereinigten Staaten. Findet zumindest der Deutschland-Ableger der Partei von George W. Bush. Die Republikaner reagierten prompt und prügeln jetzt auf das Rot-Rote Rathaus ein: weil es sich nicht genug für die Mauerkreuze am Checkpoint Charlie stark gemacht hat. Weil diese Postkommunisten an Berlins prominentestem Ort einen Schandfleck installieren statt eines Symbols der internationalen Solidarität, schimpfen die Republicans Abroad. Und dann – to add insult to injury – legt ein deutsches Gericht auch noch den Räumungstermin auf den 4. Juli – den Independence Day! Eine Stillosigkeit, die den Friedensparolen Gerhard Schröders an Antiamerikanismus nicht nachsteht. Vielleicht ist es aber auch nur eine perfide Gemeinheit gegen Angela Merkel. Sollte die im Herbst Kanzlerin werden, muss sie den Schlamassel mit den Republikanern ausbaden.

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