Kampf gegen Asbest : Sanierung des Steglitzer Kreisel wird billiger

Die Asbestsanierung des Steglitzer Kreisel wird wahrscheinlich um ein Drittel billiger, sagt der Senat. Die EU-weite Ausschreibung und das durchdachte Sanierungskonzept seien der Grund, hieß es. Pünktlich fertig soll er allerdings trotzdem nicht werden.

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Eigentlich sollten die Schadstoffe in dem 118 Meter hohen Gebäude am südlichen Ende der Schloßstraße bis Januar 2015 beseitigt sein. Aber jetzt wurde aus vergaberechtlichen Gründen die Sanierung der Geschosse ab der vierten Etage neu ausgeschrieben. Sie sollen laut Ausschreibung bis zum 22. April 2016 beendet sein.
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Foto: Kai-Uwe Heinrich
29.07.2014 16:33Eigentlich sollten die Schadstoffe in dem 118 Meter hohen Gebäude am südlichen Ende der Schloßstraße bis Januar 2015 beseitigt...

Die Asbestsanierung des Steglitzer Kreisel wird preiswerter als geplant. Die Kosten verringern sich voraussichtlich von 31 auf 20 Millionen Euro, teilte die Finanzverwaltung des Senats mit. Der günstige Preis sei das Ergebnis einer EU-weiten Ausschreibung und des „durchdachten Sanierungskonzepts“. Allerdings könnten sich die Bauarbeiten verzögern, weil die Vergabekammer nach der Beschwerde eines Konkurrenten eine Teilausschreibung seit Januar überprüft.
Die Entscheidung steht noch aus. Notfalls muss die Sanierung der Zwischengeschosse neu ausgeschrieben werden. Der Abschluss der Hochhaussanierung Mitte 2015 wäre dann in Gefahr. Seit April sind die Sockelgeschosse des Kreisel eingerüstet, außerdem wurde ein flexibles Hängegerüst montiert, das sich an der Fassade entlang bewegt, damit die asbestbelasteten Teile schrittweise gegen schwarze Metallelemente ausgewechselt werden können. Die Fenster bleiben erhalten. Nach der Sanierung wird der 118 Meter hohe Büroturm mit 27 Geschossen nicht viel anders aussehen als bisher.

Die künftige Nutzung des Steglitzer Kreisels steht noch nicht fest. Die Finanzverwaltung führt Gespräche mit Investoren. Auch solchen, die das Hochhaus zu einem Wohnturm umbauen wollen. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat ebenfalls Raumbedarf, jedenfalls vorübergehend, denn das Rathaus Zehlendorf muss dringend energetisch saniert werden.

Im Herbst will das Bezirksamt dafür die Pläne vorstellen. Die Grünen im Bezirk mahnen derweil an, dass die vielen Radler an der Kreisel-Baustelle über eine Umweltspur geleitet werden müssten. „Eine sichere Führung des Radverkehrs ist dringend erforderlich“, steht in einem Antrag, der nach der Sommerpause im Verkehrsausschuss beraten wird.

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