Berlin : Kampf gegen die Einstiegsdroge

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Die rechte Szene gerät in Berlin stärker unter Druck. Nach der Kultband „Landser“ haben sich die Behörden jetzt die Skin-Gruppe mit dem grotesken n „Deutsch, Stolz und Treue“ alias „DST“ vorgenommen. Der Doppelschlag hat die Neonazis an einem empfindlichen Punkt getroffen. Mit der braunen Krawallmusik lässt sich Geld verdienen und reichlich Nachwuchs rekrutieren. Schon seit Jahren warnen Sicherheitsexperten, der Sound rechter Skinhead-Bands wirke bei Jugendlichen wie eine Einstiegsdroge. Da war es dringend nötig, dass Verfassungsschutz, Polizei und Justiz die rechte Musikszene einem stärkeren Verfolgungsdruck aussetzen. Dass das in Berlin besser als anderswo gelingt, hat mehrere Gründe: Die Polizei verfügt mit der Spezialeinheit PMS (Politisch motivierte Straßengewalt) über eine Expertentruppe, die seit fast zehn Jahren die rechten Milieus „begleitet“. Dann arbeitet die Kripo eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Und der Berliner Verfassungsschutz hat sich effektiv eingeschaltet. Endlich ein Erfolg – nach Jahren der Skandale und scheinbar unendlichen Umstrukturierung. Schlechte Zeiten für die Berliner Neonazis. fan

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