Berlin : Kampf um Berlin: Neue Serie über das Kriegsende

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60 Jahre ist es her, dass sich in und um Berlin die Truppen für die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf europäischem Boden sammelten. Mehr als 3,5 Millionen Soldaten nahmen im April und Mai 1945 am Kampf um Berlin teil. Der Tagesspiegel erinnert ab morgen in einer Serie an die Ereignisse jener Tage. Der Militärhistoriker Richard Lakowski wird die wichtigsten Entwicklungen beschreiben, dazu gibt es Zeitzeugenberichte und Fotos.

Lakowski kennt den Krieg noch aus eigenem Erleben. Er wurde 1938 in Wreschen bei Posen im heutigen Polen geboren. Nach 1945 zog seine Familie gen Westen und ließ sich in Erkner nieder, am östlichen Stadtrand Berlins. Dort leben der 66jährige Historiker und seine Frau auch heute, nach einem 20-jährigen Intermezzo in Berlin.

Der Zweite Weltkrieg, den Richard Lakowski als Kind mitansah, beschäftigte ihn sein ganzes Leben lang. In den Sechzigerjahren studierte er Geschichte und Geografie an der Humboldt-Universität, ab 1972 war er Oberassistent und dann Dozent am Militärgeschichtlichen Institut. Er machte sich zu DDR-Zeiten durch mehrere Bücher zum Zweiten Weltkrieg einen Namen als Experte. Auch nach der Wende, die für viele andere Historiker das berufliche Aus bedeutete, setzte man auf sein Wissen: Bis 1996 war Lakowski wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam. Heute lebt er im Ruhestand, veröffentlicht aber weiterhin Bücher und wissenschaftliche Beiträge in Sammelbänden und Zeitungen.

Sein Buch über die letzte größere Schlacht auf dem Weg der Roten Armee nach Berlin („Seelow 1945. Die Entscheidungsschlacht an der Oder“) hat bereits die fünfte Auflage erreicht. In seinem vorerst letzten Buch, „Lebenszeichen 1945“, präsentiert Lakowski mit Co-Autor Hans-Joachim Büll Feldpostbriefe und -karten von Soldaten der Ostfront am Ende des Zweiten Weltkrieges.lvt

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