Berlin : Kann das Ku’damm-Fest nur noch besser werden?

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Das seit Jahren umstrittene Kurfürstendamm-Fest sollte internationaler und qualitätvoller werden – kündigte wenigstens die AG City an. Ist das neue Konzept aufgegangen?

Die Pläne wurden teilweise umgesetzt, aber teilweise muss eben noch gefeilt werden. Die Party ist größer als je zuvor. Der Sport- und der Modebereich laufen sehr gut. Herr Rodan, der sich mit seinem Lederdesign an den Modenschauen beteiligt, ist sehr zufrieden. Auch das Zoo-Konzert am Freitag war gut besucht. Die Kultur war bei unseren Festen früher immer ein Stiefkind – jetzt funktioniert sie.

Braucht man die vielen Buden mit Ramsch, um genug Einnahmen zu erzielen?

Wir müssen künftig eine absolut strenge Auslese der Stände mit Grabbeltischen durchsetzen. Die Händler müssen ihre Auslagen einem gewissen Niveau anpassen. Es soll ja Socken geben, aber es liegt auf der Hand, dass wir das zurückschrauben müssen. Socken- und Handtaschenhändler gibt es auf jedem Fest, aber auf uns schaut man besonders.

Haben Sie auf Beschwerden von Geschäftsinhabern reagiert?

Ja. In der Fasanenstraße musste ein Toilettenwagen weg, darum habe ich mich selbst bemüht. Auch vier Toiletten vor dem Hotel Steigenberger wurden auf die andere Straßenseite verlagert. Aber wir haben enorme Auflagen – es gibt fast zuwenig Toiletten. Wir haben etwas gegen die vielen Ramschbuden getan: In Höhe des Breitscheidplatzes wurden sie auf 60 Metern entfernt. Jetzt haben die Cocktailstände dort mehr Platz.

Wie kommt es, dass nicht alles wunschgemäß verläuft?

Es lag nicht an unserer Veranstaltungsagentur, sondern an Sub-Unternehmen, die bei Veranstaltungen dieser Größenordnung beauftragt werden. Da gab es Abstimmungsschwierigkeiten. Wir hatten auch ein Problem mit der Bühne in der Meinekestraße. Das lag an dem Radiosender, der dort kein Programm zusammen bekommen hat.

Rechnen Sie damit, die erhoffte Besucherzahl von 2,5 Millionen bis Sonntagabend zu erreichen?

Wir werden diese Vorjahreszahl bestimmt wieder erreichen oder sie sogar übertreffen. Schon am Freitag kamen mehr als 500 000 Menschen und am Sonnabend wohl etwa 1,2 Millionen.

Das Gespräch führte Cay Dobberke.

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