Berlin : Kann die Sanierung des Strandbads jetzt losgehen?

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HELMUT ENGEL

ist Geschäftsführer der

Stiftung Denkmalschutz.

Die Stiftung will mit

Sponsorengeldern den Hauptteil der Sanierung

tragen.

Foto: Ulli Winkler

Die Sanierung des Strandbads Wannsee scheint gesichert: Der Senat will sich mit drei Millionen Euro beteiligen, die Stiftung Denkmalschutz mit zwölf Millionen Euro. Wir sprachen mit deren Geschäftsführer Helmut Engel.

Kann die Sanierung jetzt losgehen?

Nein. Wir stehen zwar in den Startlöchern. Aber wir müssen zuerst einen Vertrag mit den Bäderbetrieben schließen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Bäderbetriebe Eigentümer des Strandbades werden. Bisher sind sie nur Betreiber. Dazu muss das Bäderbetriebsgesetz verändert werden. Und das wird frühestens im April passieren. Vorher kann die Sanierung nicht beginnen.

Warum dauert das so lang?

Wir haben die Sportverwaltung als die Aufsichtsbehörde der Bäderbetriebe schon im Oktober dazu aufgefordert. Warum Sportsenator Klaus Böger bisher nicht aktiv geworden ist, weiß ich nicht.

Um zu sparen, wurden die Sanierungspläne abgespeckt. Können Sie damit leben?

Es gibt jetzt erst einmal weniger Geld vom Land für die Sanierung der Technik. Aber auch wir als Stiftung werden womöglich bei den Restaurierungsmaßnahmen der Gebäude abstufen müssen.

Hat die Stiftung die versprochenen zwölf Millionen Euro zusammen?

Nein, aber wir werden sie zusammenbekommen. Mit den Bezirken erarbeiten wir eine Werbekampagne, um noch mehr private Sponsoren zu gewinnen. Die Bezirke sind dabei sehr kooperativ, weil sie einsehen, dass man aufgrund der zurückgefahrenen Budgets zu unkonventionellen Werbemitteln greifen muss, um Baudenkmale zu sichern. Außerdem bekommen wir Geld von der Lottostiftung. Um aber bei Lotto nicht auf die Straße gesetzt zu werden, brauchen wir dringend einen Senatsbeschluss.

Können die Berliner kommenden Sommer im Strandbad baden?

Wir wollen die Baumaßnahmen so durchführen, dass sie das Baden nicht beeinträchtigen.

Das Gespräch führte Claudia Keller .

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