Berlin : Kanzlerin im Kaffeeduft

ZDF-Sommertreff an der Neuen Nationalgalerie

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Bundeskanzlerin Angela Merkel wartete die Ausläufer des Gewitters zusammen mit Vizekanzler Franz Müntefering gestern Abend in einer gemütlich mit orangefarbenen Plüschwürfeln ausgestatteten und nach Kaffee duftenden Zelt-Lounge neben der Neuen Nationalgalerie ab. Rund 3500 Gäste hatte das ZDF auf das Freigelände rund um die Nationalgalerie zum Sommertreff geladen. Doch wegen des Gewitters trafen die meisten Gäste erst gegen 19 Uhr ein, eine Stunde nach dem offiziellen Beginn. Später leerten sich die Zelte, auch die Kanzlerin trank lieber unter freiem Himmel ein Glas Wein, traf noch Richard von Weizsäcker und Bischof Wolfgang Huber und verabschiedete sich gegen 8 Uhr. Für viele ging es da erst richtig los.

Vor der Hauptbühne begannen die ersten Mainzelmännchen zu tanzen. Gastgeber Markus Schächter warb für den guten Zweck des Festes Mit der Tombola werden traditionell Projekte der Staatlichen Museen zu Berlin unterstützt. Diesmal sollten die Gäste dem Kupferstichkabinett dabei helfen, zwei Gouachen von Adolph Menzel zu erwerben. Das Gewitter hatte übrigens auch gute Seiten. Normalerweise findet das ZDF-Fest auf der Museumsinsel statt. Für den gestrigen Abend war dort aber ursprünglich ein WM-Fest anvisiert gewesen. Deshalb hatten sich die Organisatoren für den neuen Ort entschieden, auch wegen der Nähe zur ZDF-WM-Arena im Sony Center. Etliche Gäste wären aus Gewohnheit dennoch beinahe am alten Ort gelandet.

Jochen Feilcke, Vorsitzender der deutsch-israelischen Gesellschaft, hatte eine gewitterbedingte Zwangspause im Auto zum intensiveren Studium der Einladung genutzt. Für diejenigen, die sowohl beim ZDF-Fest vorbeischauen wollten, und auch in der Waldbühne beim vom ZDF übertragenen Konzert mit Placido Domingo, Anna Netrebko und Rolando Villazon bedeutete das Wetter eine Herausforderung.

Adlon-Direktor Thomas Klippstein, selber fest entschlossen, den Abend beim ZDF zu genießen, sagte galant: „Ich habe die schönsten Grüße in die Waldbühne geschickt - meine Frau.“ Bi

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