Berlin : Karneval der Kulturen: Gleich drei erste Sieger - und einen Preis für den Tangowagen

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Standesgemäßer kann man einen Sieg nicht feiern. Auf die Bühne gesprungen, die Trillerpfeife in den Mund gesteckt, die güldenen Kronen mit Frosch aufgesetzt und die orangegrünen Fahnen geschwungen und lautstark gesungen: Hurra, "Sapucaiu no Samba" haben gewonnen! Weil wir hier aber beim völkerverständigenden Karneval sind, durften sich gleich drei erste Sieger über die beste Performance freuen: Neben der Samba-Truppe die afrikanisch-europäische Percussiongruppe "La Forêt Sacrée" und das koreanische Tanz- und Trommelteam "Chon Dung Sori & Hangaram".

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Fototour: Der Karneval in Bildern So südländisch-euphorisch der Siegestaumel, so preußisch-korrekt hatte die Ehrung begonnen: Punkt 14 Uhr, wie angekündigt. Die Jury um Tiago Pinto de Oliveira mit Vertretern aus Uni, Kunst, Kultur, Medien und Theater hatte über 40 Teilnehmer zu begutachten. "Als ich heute aufwachte, war ich gar nicht zufrieden", ärgerte sich Gum-Sun Kim-Münchow noch vor der Vergabe von Urkunde und 2000-Mark-Obulus, aber dann wurden Trommel- und Tanzkünste des Teams um Leiterin Young Sook Rippel doch gebührend gewürdigt. Den Wald-Percussionisten gelang es zugleich, für das "2. Afrika Festival" vom Ende Juni in Potsdam die Werbe-Trommel zu rühren. Als bester Wagen wurde "Tangopolis" gekürt - nicht ohne Blick nach vorn: Bis zum nächstes Jahr, bei "25 bis 30 Grad". Hoffentlich mag Petrus dann wieder Multikulti.

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