Karsten Mühlenfeld ist neuer Chef des BER : Ruhig, aber durchsetzungsstark

Mit großer Mehrheit wurde Karsten Mühlenfeld zum neuen BER-Geschäftsführer gewählt. Er gilt als geschickt in Verhandlungen mit guten Kontakten zur Politik - und Berlin-Erfahrung hat er ebenfalls.

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Der BER-Aufsichtsrat hat am Freitagnachmittag Karsten Mühlenfeld zum neuen Flughafenchef ernannt.
Der BER-Aufsichtsrat hat am Freitagnachmittag Karsten Mühlenfeld zum neuen Flughafenchef ernannt.Foto: Bernd Settnik/dpa

Während der andere Kandidat als neuer BER-Chef, Michael Clausecker, derzeit ohne Job ist, hat Karsten Mühlenfeld erst Anfang Februar eine neue Aufgabe beim Bahnhersteller Bombardier übernommen - bei dem war Clausecker im vergangenen Jahr als Deutschlandchef ausgeschieden. Mühlenfeld muss seinen Vertrag nun aufheben - der BER-Aufsichtsrat hatte ihn am Freitag zum neuen BER-Geschäftsführer gewählt.

Zuvor arbeitete er seit 1993 in verschiedenen, zuletzt leitenden Funktionen beim Triebwerkhersteller Rolls-Royce, die vergangenen acht Jahre in Dahlewitz. Der 51-Jährige hat Maschinenbauingenieur studiert und laut Flughafengesellschaft als Jahrgangsbester abgeschlossen. Er gilt als ruhiger, aber durchsetzungsstarker Typ. Auch Verhandlungsgeschick wird ihm attestiert, Kontakte zur Politik hat er ebenfalls.

Unter seiner Mitverantwortung ist der Standort Dahlewitz mit seiner Triebwerksproduktion stetig ausgebaut worden. Erst im vergangenen Jahr war ein neuer Prüfstand für stärkere Triebwerke in Betrieb gegangen.

Tag der Entscheidung am BER
Er kommt: Karsten Mühlenfeld soll neuer Chef am BER werden. Zuvor war er Manager bei Rolls Royce.Alle Bilder anzeigen
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20.02.2015 14:07Er kommt: Karsten Mühlenfeld soll neuer Chef am BER werden. Zuvor war er Manager bei Rolls Royce.

Auch einen Berlin-Bezug hat der verheiratete Vater von zwei Kindern: Er hat sein Abitur in der Stadt gemacht und von 1983 bis 1993 an der TU Maschinenbau studiert – Fachrichtung Antriebstechnik.

Profitieren kann er bei der Flughafengesellschaft auch von seinen Erfahrungen beim Zusammenführen von Mitarbeitern aus Ost und West in Dahlewitz. Bei der Flughafengesellschaft gibt es immer noch jeweils starke Schönefeld- und Tegel-Fraktionen, die zum Teil mehr gegen- als miteinander arbeiten.

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