Berlin : Kassenärzte rufen zum Protest gegen Sparpaket auf

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Das Bündnis Berliner Kassenärzte ruft Mediziner und Patienten zur Teilnahme am so genannten Nationalen Protesttag in der Hauptstadt am 24. März auf. Die Politik müsse begreifen, dass die Finanzierungskrise der gesetzlichen Krankenversicherung durch immer neue Sparmaßnahmen auf dem Rücken von Ärzten und Patienten nicht zu lösen sei, heißt es in dem gestern veröffentlichten Aufruf. Die Kritik der Ärzte richtet sich hauptsächlich gegen das Arzneimittel-Sparpaket, das am 1. April in Kraft tritt und mit dem die Bundesregierung die stark gestiegenen Ausgaben für Medikamente in den Griff bekommen will. Darin ist auch eine Regel enthalten, nach der Ärzte mit Honorarabschlägen bestraft werden, wenn sie mit ihren Verordnungen über einer Grenze liegen. Bleiben sie darunter, sollen sie Prämien erhalten. Diese Bonus-Malus-Regel führe zu einer Unterversorgung der Patienten, kritisieren die Mediziner.

Am 24. März wollen Mediziner aus ganz Deutschland in Berlin wie schon am 18. Januar gegen weitere Sparrunden im Gesundheitswesen protestieren. Im Januar hatten sich insgesamt rund 20 000 Menschen daran beteiligt. Einen Tag zuvor kommen die Berliner Kassenärzte zu einer Vollversammlung zusammen, um über weitere Proteste zu beraten. Wie berichtet könnte dazu auch ein einwöchiger Streik im Juni zählen. I.B.

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