KATASTROPHENSCHUTZ BEI DER BAHN : Der Ernstfall wird regelmäßig trainiert

NOTFALLÜBUNGEN

Das Streckennetz der Bahn ist in 180 Notfallbezirke aufgeteilt. Auf die Niederlassung Ost mit Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern entfallen laut Bahn zwölf Notfallbezirke. Berlin ist einer davon. Pro Bezirk soll jährlich mindestens eine KatastrophenschutzÜbung erfolgen, gemeinsam mit Rettungsdiensten.

SZENARIEN

Um für alle denkbaren Fälle gerüstet zu sein, werden unterschiedliche Szenarien simuliert. Etwa: Güterzug oder gar Gefahrguttransport entgleist. Oder: Zwei Züge kollidieren. Oder: Zug prallt am Bahnübergang mit einem Auto zusammen. Oder, speziell für die Großstadt: Brand im S- oder U-Bahn- Tunnel oder im Bahnhof.

KOORDINATION

An den Übungen sind die Bahn, die Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk beteiligt. „Es wird so getan, als ob es eine hohe Zahl von Verletzten gäbe“, so die Feuerwehr. Bei aktuellen Unglücksfällen waren sehr schnell 150 Retter am Ort – manche sehen darin einen Erfolg des vielen Übens.

GEFAHR IM TUNNEL

Nach dem verheerenden Brand im U-Bahnhof Deutsche Oper im Juli 2000 wurde eigens eine unterirdische Übungsanlage geschaffen, in der für Unglücke in Tunneln der Katastrophenfall geprobt wird. Im Tunnel gelten verschärfte Bedingungen: Enge, Rauch und Wärmestau verlangen den Rettern noch mehr Effizienz ab. fk

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