Berlin : Katastrophenschutz: Kein Mittel gegen Anschlag aus der Luft

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Anschläge aus der Luft sind nach Ansicht von Experten auch in Berlin nicht zu verhindern. Der Luftraum über der Stadt wird zwar kontrolliert, dennoch können sich hier auch Piloten, die nicht in Schönefeld, Tegel oder Tempelhof landen wollen, weitgehend ungehindert in einer Höhe zwischen 300 und 800 Metern am Himmel bewegen. Sie müssen sich nur bei den Fluglotsen im Tempelhofer Kontrollturm anmelden sowie die An- und Abflugrouten der großen Flughäfen meiden.

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Hintergrund: Terrorangriffe auf Ziele der USA Der Luftraum über den neuen Bundesländern und Berlin wird von der Flugsicherungszentrale in Tempelhof per Radar überwacht. Da sich Piloten außerhalb der Luftstraßen der Verkehrsmaschinen nicht anmelden müssen, wenn sie nach Sichtflugregeln unterwegs sind, gehören Echos unbekannter Flugzeuge auf den Radarschirmen der Lotsen zum Alltag. Sie würden erst dann auffallen, wenn sie sich nicht über einem der sechs rund um die Stadt verteilten Einflugpunkte melden. Auch dann wäre bisher die Intention der Flugsicherung nur gewesen, andere Piloten vor der unbekannten Maschine zu warnen, die ihren Weg kreuzen könnte.

Verhindern lasse sich ein Attentat aus der Luft ohnehin nicht, heißt es bei der Deutschen Flugsicherung auf Anfrage. Zu stoppen wäre ein Kamikaze-Pilot nur per Abschuss durch einen Düsenjäger oder Flak-Kanonen. Die nächsten Abfangjäger der Bundesluftwaffe sind in Laage bei Rostock stationiert. Regierungsgebäude und sonstige mögliche Terrorziele sind bisher gegen Anschläge aus der Luft weitgehend ungeschützt.

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