Berlin : Katholische Laien wollen beraten - Verein "Donum vitae" in der Gründungsphase

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Die katholischen Laien wollen die Schwangerschaftskonfliktberatung in Berlin und Brandenburg auch nach dem Ausstieg der offiziellen katholischen Beratungsstellen zum Ende des Jahres gewährleisten. In Berlin und Brandenburg soll dazu ebenfalls der von katholischen Laien initiierte Verein "Donum vitae" gegründet werden, der dann die Konfliktberatung tragen soll. Ein genauer Termin steht aber nach den Worten des Gründungsmitgliedes Hanna-Renate Laurien noch nicht fest. Man befinde sich in der Vorbeitungsphase. Vorsitzende von "Donum vitae" in Berlin und Brandenburg soll die ehemalige Berliner Gesundheitssenatorin Beate Hübner werden, die bereits zugesagt habe, sagte Laurien. "Donum vitae" wolle in beiden Bundesländern jeweils eine Beratungsstelle unterhalten. Sollten jedoch die finanziellen Mittel nicht ausreichen - neben den staatlichen Zuwendungen für die Beratung ist der Verein auf Spenden angewiesen -, werde man nur eine Einrichtung in Berlin übernehmen.

Bisher können im Erzbistum elf katholische Schwangerschaftsberatungsstellen den für einen Schwangerschaftsabbruch notwendigen Beratungsschein ausstellen, neun werden von der Caritas und zwei vom Sozialdienst katholischer Frauen getragen. Diese Stellen müssen sich jetzt aus der Konfliktberatung zurückziehen, da Papst Johannes Paul II. im vergangenen Herbst die deutschen Bischöfe ultimativ dazu aufgefordert hatte. Die Konfliktberatung mache bei den Einrichtungen nur einen Bruchteil der Arbeit aus, sagte Caritas-Geschäftsführer Franz-Heinrich Fischler.

In Berlin und Brandenburg will die katholische Kirche nach den Worten von Sprecher Andreas Herzig die Konfliktberatung bis Ende des Jahres tragen. Georg Kardinal Sterzinsky gehe davon aus, dass die Beratungsarbeit des künftigen Vereins "Donum vitae" im Sinne der katholischen Kirche laufen werde.

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