Katrin Lompscher : Designierte Gesundheitssenatorin gegen "militantes Rauchverbot"

Die zukünftige Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linkspartei) hält ein strenges Rauchverbot für übertrieben.

Berlin - "Wir brauchen einen effektiven Nichtraucherschutz, aber kein militantes Rauchverbot", sagte sie der "Berliner Zeitung". Da, wo es in Gaststätten möglich sei, sollte man Raucher und Nichtraucher trennen. Und zwar so, dass die Nichtraucher nicht durch die Raucherzone gehen müssten, sagte Lompscher, die nach eigenen Angaben mit einer halben Schachtel Zigaretten täglich zu den "Genussrauchern" zählt.

Die studierte Stadtplanerin hätte lieber das Stadtentwicklungsressort übernommen, sagte sie der Zeitung. Jetzt wolle sie sich erst mal Zeit nehmen, um ihr künftiges Ressort kennen zu lernen. "Ich bin kein Freund von Aktionismus." Unter anderem will sie die verschiedenen Häuser des Klinikkonzerns Vivantes besuchen. Von Privatisierungen hält sie nichts. "Der Koalitionsvertrag sagt eindeutig, dass die Unternehmen der Daseinsfürsorge wie Vivantes in öffentlicher Hand bleiben." (tso/ddp)

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