Berlin : Katzensprung ins Moskau

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Für Puma ist es keine leichte WM: Turnschuh-Konkurrent Adidas verkauft den offiziellen WM-Ball „Teamgeist“, ist Turniersponsor, hat vor dem Reichstag eine riesige Arena aufgebaut. Wie kann man da überhaupt gegenhalten?

Ganz einfach: Man setzt nicht auf Masse, sondern auf Klasse. Für die Zeit der WM hat Puma das Café Moskau in der Karl-Marx-Allee gemietet und zur Lounge umgerüstet – mit zwei großen Leinwänden zum Fußballgucken, mit gemütlichen Sitznischen, Computerspiel-Ecken und Tischkickern im Garten. Abends finden Partys, Konzerte und DJ-Sets statt. Der Besuch im Café Moskau ist kostenlos, und wer sich ein Spiel in der Lounge ansieht, kann ziemlich sicher sein, dass vor, neben oder hinter ihm mindestens ein Prominenter mitfiebert. In den letzten Tagen waren Deutschlands Ersatz-Ersatz-Torhüter Timo Hildebrand , Schauspieler Daniel Brühl , der Ghanaer Anthony Baffoe , Moderatorin Sarah Kuttner sowie die englischen Ex-Nationalspieler Alan Shearer und Gary Lineker zu Gast – auch die Kameruner Fußballer-Legende Roger Milla , der seine Mannschaft bei der WM 1990 ins Viertelfinale schoss. Und nach jedem seiner Tore um die Eckfahne tanzte. Ihm zu Ehren hat Puma im Club eine „Eckfahnen- Tanz-Ecke“ eingerichtet: Jeder Gast kann eine Minute lang um die Stange wirbeln und seine Showeinlage auf Video aufzeichnen lassen. Wer lieber zu Musik tanzt: Dieses Wochenende treten zwei bekannte DJ-Teams aus London auf. Nach dem Finale am Sonntag das House-Duo „Basement Jaxx“, am Sonnabend das Kollektiv „Saxon Sound“, zu dem auch Faithless-Sänger Maxi Jazz gehört. Bei dessen Auftritt wird auch Daniel Brühl auf der Tanzfläche stehen – „das gibt es in Berlin nicht so oft zu sehen.“ sle

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