Kaufhaus-Eröffnung : Schnäppchenjagd bleibt friedlich

Die Eröffnung des neuen Kaufhauses "Die Mitte" zog um Mitternacht Tausende Besucher an. Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften verhinderte, dass es zu Tumulten wie im September 2007 kam, als das benachbarte "Alexa" seine Pforten öffnete.

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Warten und frieren. Für günstige Flachbildschirme oder Spielestationen verschoben Tausende Berliner ihre Nachtruhe. -Foto: ddp

BerlinDas neues Kaufhaus "Die Mitte" ist in der Nacht zum Mittwoch am Alexanderplatz eröffnet worden. Pünktlich um 0:00 Uhr strömten 2000 Menschen in das Gebäude, um die versprochenen Sonderangebote zu ergattern. Private Wachmänner und Polizeibeamte sorgten vor dem Eingang für Ruhe und Ordnung. Zur Sicherheit der Kunden wurden Absperrgitter aufgestellt. Für den Notfall standen Feuerwehr und Notarztwagen bereit. Die Lage blieb aber ruhig.

Bereits Stunden vor der Eröffnung waren nach Angaben des Elektronikmarktes Saturn Sicherheitskräfte "in dreistelliger Höhe" rund um das Gebäude im Einsatz, in dem neun weitere Geschäfte untergebracht sind. Die Leitung des Marktes hatte im Vorfeld gemeinsam mit der Berliner Polizei ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet. Zu den Kosten des Großaufgebots wollte sich die Geschäftsführung nicht äußern. Ein Polizeisprecher gab an, es habe sich lediglich um einen Routineeinsatz des zuständigen Abschnitts gehandelt.

Im nur wenige Meter entfernten "Alexa"-Einkaufszentrum war es im September 2007 bei der Eröffnung zu tumultartigen Szenen gekommen. Mehrere Kunden waren verletzt worden, als rund 5000 Menschen um Mitternacht dort den Eingang eines Elektronikmarktes gestürmt hatten. Im Markt hatten sich die Käufer dann um die Schnäppchen geprügelt. Das Geschäft war aufgrund der Ausschreitungen kurz nach der Öffnung vorübergehend wieder geschlossen worden. (ho/ddp)

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