Berlin : Kaufhof und Saturn am Alexanderplatz öffnen wie geplant

Es bleibt dabei: Der Kaufhof am Alexanderplatz und der dortige Elektronikmarkt Saturn wollen heute von 12 bis 17 illegal verkaufen. Kaufhof-Geschäftsführer Günter Biere sagte gestern, es sei noch keine Buß- oder Zwangsgelddrohung vom Landesamt für Arbeitsschutz eingegangen. Die Beamten beschränken sich heute wohl darauf, Händler in Einkaufszentren über die Verordnung über das neue große "Ausflugs- und Erholungsgebiet" in der City zu informieren. Für die folgenden Wochenenden hat das Amt aber angekündigt, Verstöße zu ahnden.

Kaufhof und Saturn verkauften schon gestern bis 18 Uhr und damit zwei Stunden länger als erlaubt. Kaufhof-Chef Günter Biere nannte den Umsatz nach 16 Uhr "prima" und schätzte, dass die Einnahmen so hoch wie in zwei Vormittagsstunden waren. Zahlen hatte er noch nicht parat. Kaufhof ließ auf alle Waren Aufkleber pappen und erklärte sie zum "Berlin Souvenir". Laut Senat genügt das freilich nicht, um die in der Verordnung enthaltene Beschränkung auf "Freizeit- und Touristenbedarf" auszuhebeln.

In den Potsdamer-Platz-Arkaden wollen heute bis zu 39 Läden öffnen. Auch dort dürften einige Händler die Eingrenzung des Sortiments ignorieren. Ganz legal öffnen die 56 Geschäfte im neuen Treptower "Park Center" an der Elsenstraße (11 bis 16 Uhr) und die 130 Läden in den Tegeler "Hallen am Borsigturm" (12 bis 17 Uhr). Die Einkaufszentren erhielten Sondergenehmigungen, weil sie Feste veranstalten.

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