Berlin : Kaum Staus während des Skaterrennens

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Das Überdruckventil des Marathon-Kessels hieß Barbarossastraße. Die kleine Schöneberger Wohnstraße erlebte gestern den wohl einzigen Stau des Jahres. Während des abendlichen Skatermarathons war sie die einzige Möglichkeit, den von dem Rundkurs umschlossenen Bereich in Richtung Süden und Westen zu verlassen, um dann weiter über Martin-Luther-Straße und Grunewaldstraße Richtung Stadtautobahn zu gelangen. Zumindest anfangs schafften das Ortskundige, dann verklumpte es auch hier.

Aber viele Autofahrer kannten den Trick ohnehin nicht, kurvten überall herum, diskutierten an den Absperrungen leidenschaftlich mit Polizisten, wieso sie denn nicht weiterdürften. Die Beamten verteilten Streckenkarten, denn viele Autofahrer hatten keinen Stadtplan dabei.

Bis zum Nachmittag hatte die Polizei entlang der Strecke rund 300 Fahrzeuge abschleppen lassen, deren Besitzer die Parkverbotsschilder ignoriert hatten. Der Weg aus dem Kessel wurde in diesem Jahr erstmals durch den Tiergartentunnel erleichtert, der in Richtung Norden ein Schlupfloch bot. Staus gab es vor allem in der City Ost, zum Beispiel waren Unter den Linden und Luisenstraße am späten Nachmittag dicht. Die Regel war das nicht. 700 Polizisten und hunderte freiwillige Helfer dirigierten Berliner und Besucher in die korrekte Richtung. Offenbar hatten viele aber das Auto zu Hause gelassen. Denn selbst am Hauptbahnhof, der Richtung Süden ebenfalls durch die Skater abgeschnitten war, gab es keine Aufregung. In der Moabiter Stromstraße waren kurz nach dem Start der Skater einige Dutzend Autofahrer in die Sackgasse gefahren, Wenden war nicht möglich. Entspannt standen die Fahrer ans Auto gelehnt – bis der letzte Skater in der Turmstraße vorbeigezogen war. Ha

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