Kaum Wartezeit in Berlin-Schöneweide : German Bürgeramts-Angst

Wer einen neuen Ausweis braucht, stellt sich automatisch auf Wartezeit. Doch nicht immer dauert es lang auf Berlins Bürgerämtern - eine positive Erfahrung.

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Mitarbeiter im Bürgeramt Neukölln. Sie bekommen in diesem Jahr 20 neue Kollegen.
Zwei Mitarbeiterinnen in einem Berliner Bürgeramt.Foto: Mike Wolff

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Es greift gelegentlich Panik um sich, wenn es um amtliche Dokumente geht, die demnächst ablaufen. Bei uns war es der Ausweis meiner Tochter. Die Gedenkstättenfahrt nach Polen drohte auszufallen. Der neue Ausweis war schon bestellt, lag zur Abholung bereit, aber beim ersten Abholversuch fehlte der alte Ausweis. Das zweite Terminfenster habe ich schlicht verpennt. Letzte Chance: Schnell vor der Arbeit rein ins Bürgeramt Schöneweide. Nur zwei Leute in der Schlange, Wartenummer, hinsetzen. Nach vier Minuten der Aufruf. Eine entspannte Sachbearbeiterin prüft kurz die Vaterschaft, eine Unterschrift aufs digitale Pad, fertig. Ich, fast ein wenig enttäuscht: “Ist ja gar nichts los hier.” Die Mitarbeiterin: “Schöneweide erwacht ja erst um halb Zehn. Der frühe Vogel fängt den Wurm.”

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de.

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