Berlin : Kauz & Biber: Buch über Naturschutz

Biber drängt es in die Stadt. Inzwischen haben sich fünf „Familien“ nach Berlin durchgeschlagen, bevölkern das Gebiet zwischen Oberhavel und Tegeler See, die Unterhavel, das Köpenicker Ufer. Seeadler siedeln sich an, auch der Wachtelkönig ist „Berliner“ geworden. Gestern stellte die Senatsverwaltung ein reich illustriertes Buch über die vor Erfolge des Natur- und Artenschutzes in Berlin vor.

Es berichtet, dass 70 Prozent aller heimischen Vogelarten hier brüten. Auch der Habicht, der mit Vorliebe Straßentauben verspeist. Am Müggelsee haben sich 35 Brutpaare der bedrohten Trauerseeschwalbe angesiedelt. Ob Köpenicker Waldkauz oder der seltene Bitterlingfisch vom Teufelssee, ob Kormoran, Knoblauchkröte oder Zwergrohrdommel im Vogelschutzgebiet Flughafensee – dargestellt sind alle Bewohner der Berliner Naturschutzwelt, zu denen auch die rund 10 000 Fledermäuse in der Zitadelle Spandau gehören.

Allerdings nehme die Artenvielfalt ab, Berlin sei kein Paradies, hieß es gestern. Die Naturschutzgebiete sollen aber noch vergrößert werden. Was die Biber und Fischotter auf ihrer Reise durch die Stadt nur stört, sind Schleusen. Geplant sind deshalb „Fischtreppen“. Sehr gewitzte Biber haben es dennoch schon bis zum Westhafen oder zur Mühlendammschleuse gebracht, andere kamen auf dem Weg dorthin unter die Räder. C.v.L.

„natürlichBerlin!“, Verlag Natur &Text in Brandenburg, auch im Info-Center der Senatsbehörde, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin, Tel.: 90 25 - 12 45. 10 Euro.

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