KEIMZELLE CÖLLN : Zurück in die Zukunft

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DIE IDEE



Die viel zu breite Gertraudenstraße, die die Innenstadt mehr zerschneidet als verbindet, soll schmaler werden, mit je zwei Fahrspuren pro Richtung plus Busspuren und Platz für die Straßenbahn. Die Keimzelle der einstigen Teilstadt Cölln soll wieder erfahrbar werden. Dafür ist am Petriplatz ein Gebäude geplant, dass in der Kubatur und Gestaltung an das ehemalige Cöllnische Rathaus erinnert.

DIE KOSTEN

Der Rückbau des Straßenzuges zwischen Spittelmarkt und Mühlendammbrücke wird auf 20 Millionen Euro veranschlagt. Rund 30 Millionen Euro soll der Verkauf der neu gewonnenen Grundstücke einbringen. Die Stadtentwicklungsverwaltung will also ein Plus erwirtschaften. Kofinanziert werden soll das Projekt aus Mitteln der „Entwicklungsmaßnahme Hauptstadt“. 64 Prozent trägt der Bund.

DER ZEITPLAN

Der Rückbau der Gertraudenstraße hat im Grunde genommen schon begonnen. Ein Bürohaus ist fertig, ein weiteres im Bau. Bald soll der Abriss des alten „Ebbinghaus“-Gebäudes beginnen und danach die Axel-Springer-Straße bis zur Leipziger Straße verlängert werden. Der Rückbau der Breiten Straße startet am Montag.

DIE STREITPUNKTE

Die Koalition hat sich bislang nicht über die Zukunft der Gertraudenbrücke, die den Spreekanal überbrückt, einigen können. Die Pläne sehen vor, die Brücke wegzureißen und die noch vorhandene historische Getraudenbrücke (die jetzt nur als Fußgängerbrücke fungiert) auszubauen und der neuen Getraudenstraße anzupassen. Strittig ist außerdem, ob ein Hotelkomplex an der Leipziger Straße errichtet werden soll. oew

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