Berlin : Kein Gewitter

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VON TAG ZU TAG

Bernd Matthies über Ausländer

und ihre Beauftragten

Als Barbara John ging, haben wir uns natürlich gefragt, wie der Neue die Sache angehen wird. Migranten statt Ausländer, na gut, das ist ja heute wohl unumgänglich – aber würde das der Auftakt eines nervenzehrenden MultikultiGewitters sein?

Das nun wirklich nicht. „Hat die John schon was gesagt?“ lautete die vorschnelle Routine-Redaktionsfrage am Morgen vor dem Kopftuchurteil, dann folgte kurzes Schweigen. „Ach, richtig, das macht ja jetzt der... Wie heißt er gleich?“ Der Wie-heißter-gleich, Günter Piening sein Name, war dann erstmal nicht zu erreichen, was zu diesem Zeitpunkt einen wenig professionellen Eindruck hinterließ. Und wie das so ist, fiel uns alsbald ein, dass die international beachtete Abschiebung eines migrationsunwilligen Kongolesen am Migrationsbeauftragten offenbar völlig vorbeigelaufen war. Na ja, sagt er jetzt, er sei ja auch kein Robin Hood, sondern zur Beratung der Politik da – hat sich aber immerhin noch eine Erklärung zum Kopftuchurteil abgerungen.

Der „Masterplan“ folgt alsbald, wie er sagt; komisches Bläh- und Imponierwort. Gehörte nicht zu Barbara Johns Vokabularium.

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