"Kein Kiez für Nazis" : Linke bekämpfen Neonazis mit Hip-Hop

Die Nazigruppierung „Freie Nationalisten Mitte“ verursacht seit Monaten Ärger in Wedding und Weißensee. Linke Gruppen veranstalten nun eine Demo mit HipHop-Konzert gegen die rechte Szene im Kiez.

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BerlinHakenkreuzschmierereien, eingeworfene Scheiben und geplante Angriffe auf alternative Jugendliche: Die Nazigruppierung „Freie Nationalisten Mitte“ verursacht seit Monaten Ärger in Wedding und Weißensee. Besonders das Jugendzentrum „Bunte Kuh“ und das „Kultur- und Bildungszentrum Weißensee“ sind von den Drohgebärden der Rechten betroffen. Zuletzt nahm die Polizei eine Gruppe Neonazis fest, die mit verbotenen Teleskopschlagstöcken, Pfefferspray und zwei Teppichmessern auf dem Weg zu dem Jugendklub war.

Am Sonnabend will ein Bündnis von mehr als 30 linken Gruppen, Jugendeinrichtungen und Klubs ein Zeichen gegen die rechte Gewalt setzen. Unter dem Motto „Kein Kiez für Nazis“ beginnt die Kundgebung um 14 Uhr an der Bizet-Ecke Mahlerstraße mit einem HipHop-Konzert. Die anschließende Demonstration endet mit einem Grillfest im Hof der Bunten Kuh.

Im September sind von dem Bündnis Info-Veranstaltungen über die rechte Szene für die Anwohner im Bezirk angekündigt. Ferner ist am 17. September eine zweite Demo gegen die Nazigruppe geplant, dieses Mal in Wedding.

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