• Kein Kopftuchverbot für Schülerinnen CDU-Abgeordneter bleibt mit seinem Vorstoß allein

Berlin : Kein Kopftuchverbot für Schülerinnen CDU-Abgeordneter bleibt mit seinem Vorstoß allein

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Für seine Forderung nach einem Kopftuchverbot für Schülerinnen im Unterricht bekommt der rechtspolitische CDUSprecher Michael Braun kaum Unterstützung. „Diese Meinung ist in der CDU wohl nicht mehrheitsfähig“, vermutet der bildungspolitische CDU-Sprecher Gerhard Schmid und bekommt dafür Unterstützung aus der Fraktion: „Man sollte nicht durch Verbote, sondern durch Aufklärung erreichen, dass Mädchen auf das Kopftuch verzichten“, sagt die CDU-Abgeordnete Katrin Schultze-Berndt. Ebenso wie die FDP-Abgeordnete Mieke Senftleben plädiert sie dafür, mittels eines verbindlichen Werteunterrichts für Toleranz in der Schule zu werben. Senftleben „warnt“ davor, die Kopftuchdiskussion auf die Schülerinnen zu übertragen.

Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man nach der Teilnahme am Sport- und Schwimmunterricht fragt. Bei den Schulpolitikern herrscht Einigkeit darüber, dass das Kopftuch kein Grund sein dürfe, Schülerinnen von diesem Unterricht zu befreien. „Schwimmen und Sport sind Teil der Schulpflicht. Eine Befreiung ist der falsche Weg“, sagt etwa die schulpolitische SPD-Sprecherin Felicitas Tesch. Wieviele moslemische Schülerinnen nicht am Schwimm- und Sportunterricht teilnehmen, wird von der Schulverwaltung nicht erfasst. „Dieses Thema war lange tabuisiert“, meint Gerhard Schmid. Das sei vielleicht auch ein Grund dafür, dass seitens des rechtspolitischen CDU-Sprechers jetzt diese weitgehende Forderung aufgestellt worden sei. sve

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