Berlin : Kein Ort zum Wohlfühlen: die Raumerstraße 33

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Der Altbau an der Raumerstraße 33, nur ein paar Schritte vom Helmholtzplatz entfernt, ist deutlich verwahrloster als die Nachbarhäuser. Die meisten der 30 Wohnungen stehen leer. Vom Dach hängt ein Kabel herunter, an den Fensterrahmen blättert die Farbe ab, und im Parterre sind alle Fenster mit Rollläden versperrt. „Hier wurde nichts saniert“, sagt eine Mieterin. Sie selbst habe noch keinen Ärger mit dem Vermieter, Nachbarn hätten ihr aber von dessen Aggressivität erzählt. Stavros D. zog 1991 ein. Auch seine Eltern, seine Freundin und eine Freundin der Lebensgefährtin wohnen im Haus. Nach Angaben der Berliner Mietergemeinschaft beschimpfte D. die anderen Bewohner zum Beispiel als „Asoziale“ oder „Penner“, die „ein sozialistischer Staat versaut hat“. Das Bezirksamt verhängte Zwangsgelder wegen des Wohnungsleerstandes. Allerdings präsentierte D. daraufhin Mietverträge für die leeren Räume. Einzelheiten dazu konnte das Bezirksamt gestern nicht nennen. CD

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