Kein Umzug in den Bärenwald : Schnute bleibt in Berlin

Bärin Schnute bleibt Berlinerin. Zu groß sei die Gefahr für die betagte Bärendame, eine Umsiedlung in einen Bärenpark nicht zu überleben. Ihr Zuhause bleibt der Zwinger am Köllnischen Park.

Clara Billen
Schnute im August 2013. Vor ihrem Winterschlaf ließ sie sich ab und an noch für eine halbe Stunde blicken.
Schnute im August 2013. Vor ihrem Winterschlaf ließ sie sich ab und an noch für eine halbe Stunde blicken.Foto: Imago

Noch hält Schnute ihre wohlverdiente Winterruhe. Sie liegt allein in ihrem Zwinger am Köllnischen Park – ihre Tochter und Gefährtin Maxi war im August 2013 gestorben. Ob Schnute sich einsam fühlt, vermag niemand zu sagen. Fest steht aber seit Donnerstag: Sie bleibt, wo sie ist.

Die Grünen im Bezirk hatten einen Antrag gestellt, das 33 Jahre alte Tier in einen Bärenpark entweder an der Müritz oder in Johannismühle (Teltow-Fläming) umzusiedeln. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung gestern Abend mit den Stimmen von CDU und SPD abgelehnt. Das Risiko, dass die betagte Bärendame den Umzug nicht überlebt, sei zu groß, hieß es von Seiten der CDU. Die Grünen bezeichneten dies als „politische Entscheidung“.

Bärin Schnute – zu alt für einen Ortswechsel

Die Umsiedlung der Bärin war seit jeher umstritten gewesen. So hatte das „Berliner Bärenbündnis“ vor dem Tod Maxis gefordert, die Tiere aus ihrem „zu engen“ Gehege in einen Bärenwald umzusiedeln. Doch für den gemeinsamen Umzug in einer Transportkiste hätten beide Tiere betäubt werden müssen. Das hielten Tierärzte aufgrund des hohen Alters der Bären für zu riskant.

Vor dem BVV-Beschluss hatte der Stadtrat für Stadtentwicklung, Carsten Spallek (CDU), erklärt: „Ein Verbleib im Bärenzwinger ist auch unter Tierschutzaspekten möglich.“

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