Berlin : Keine Hoffnung

Wird Berlin künftig die Hauptstadt der armen Alten sein?



„Mir graust es vor dem Älterwerden“, sagt Peter B. Der 58-Jährige ist ALG II Empfänger, seinen Nachnamen möchte er nicht in der Zeitung lesen. Er fürchtet gesellschaftliche Ausgrenzung. Viele Jahre hat er als Kraftfahrer gearbeitet, doch seine Rente wird wohl nicht über der Grundsicherung liegen. Hoffnung, noch einen Job zu finden, hat er nicht. „30-Jährige wollen die haben, die Alten will doch keiner“, sagt er bitter. Das Schreiben von Bewerbungen hat er aufgegeben, und wie ihm gehe es sicher vielen. Vor seinem Fenster sieht er alte Menschen nach Pfandflaschen im Müll wühlen. „Ist das nicht der pure Wahnsinn?“ Auf den Staat oder gar Besserung hofft B. nicht. „Wir müssen uns zusammenschließen, gemeinsam etwas auf die Beine stellen.“ sny

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