Berlin : Keine Regionalzüge zum Umzug - Raver sollen in S-Bahn umsteigen

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Die Deutsche Bahn AG wird während der Love Parade keine Regionalexpresszüge über die Stadtbahn fahren lassen. Am Wochenende 8. und 9. Juli werden die fünf Linien an Bahnhöfen am Stadtrand enden oder um Berlin herum geleitet. Die Massen der Musikfreunde sollen in Spandau, Potsdam, Erkner, Königs Wusterhausen, Schönefeld und Lichtenberg aussteigen und dort in die S-Bahn umsteigen. In den Vorjahren schon hatte die Bahn die Sonderzüge zur Love Parade auf diesen Bahnhöfen enden lassen. Die meisten hatten aber die RE-Züge benutzt, da diese billiger sind. Dort gilt das so genannte 35-Mark-Ticket, mit dem fünf Personen zugleich fahren können. Mit der RE-Sperre auf der Stadtbahn will die Bahn den Andrang besonders am Bahnhof Zoo entzerren. In den Vorjahren war es dort zu chaotischen Szenen gekommen, völlig überfüllte Züge konnten nicht abfahren und brachten den Fahrplan durcheinander. Diese drastische Maßnahme ist mit dem Verkehrsverbund, der S-Bahn und dem Bundesgrenzschutz abgestimmt, betonte gestern Bahnsprecherin Marlene Schwarz. Im Vorjahr kamen nach Schätzungen bis zu eine Million Musikfreunde zum Straßentanz nach Berlin. Das genaue Konzept will die Deutsche Bahn am 14. Juni vorstellen. Der sonstige IC- und ICE-Verkehr fährt nach Fahrplan über die Stadtbahn. Die S-Bahn wird ihren Takt verdichten. Der Bahnhof Tiergarten direkt an der Parade-Strecke wird wieder geschlossen. Die Bahn hat schlechte Erfahrungen mit Massenveranstaltungen gemacht. In der Silvesternacht war in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße ein Mann von einem Zug überfahren worden, nachdem er auf offener Strecke ausgestiegen war.

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