Berlin : Kennzeichen: Wohnmaschine

Der Platz am Kottbusser Tor ist in zwei Hälften geteilt. Die U-Bahn-Linie trennt sie und auch die viel befahrene Skalitzer Straße, die als Ost-West-Achse für den Stadtverkehr dient. Auf der Nordseite (Fotos oben) erhebt sich der Wohnblock „Neues Kreuzberger Zentrum“ (NKZ). Dort findet man die Mehrzahl der Geschäfte. Nördlich der zwischen 1969 und 1974 erbauten Wohnmaschine, die das Bild des Platzes entscheidend prägt, war eine Autobahn geplant. Der Häuserblock sollte den Platz dagegen abschirmen. Auf der Südseite des Kottbusser Tors ist es ruhiger. Auch dort stehen Wohnblöcke. Die Häuser aus der Gründerzeit, die früher dort ihren Platz hatten, wurden Mitte der Fünfziger abgerissen. Viele nennen die Aktion heute noch eine Kahlschlagsanierung: 40 Jahre lang – bis 2002 – war das Kottbusser Tor Sanierungsgebiet. Die jetzige Gestaltung des Platzes, etwa die Baumscheiben auf der Nordseite, sei vor einem Jahrzehnt aus einer Bürgerbeteiligung entstanden, sagt Quartiersmanager Thomas Werner. Das lasse sich nicht ohne Weiterers revidieren. Heute gebe es viele Anwohner, die sich auf dem Platz Bänke wünschen. „Viele Leute halten sich gern an den Blockspitzen auf.“ Damit meint Werner die Gehweg-Zipfel, die den Kreisverkehr begrenzen. dma

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