Berlin : Kevin Prince Boateng U 16

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Meine Güte, was für ein hübscher Name! Kevin Prince Boateng ist der Sohn eines Ghanaers und einer Deutschen. Bei Hertha BSC kickt er im zentralen Mittelfeld der BJugend. Dass der 15-Jährige einiges drauf hat, hat sich in der Fußballbranche bereits herumgesprochen. Boateng hat den seriösesten Spielerberater an seiner Seite: Jörg Neubauer. Und der kümmert sich immerhin um solche Spieler wie Sebastian Deisler vom FC Bayern München.

Was zeichnet Boateng aus? Herthas Nachwuchskoordinator Frank Vogel sagt: „Kevin ist ein genialer Techniker, links wie rechts. Der kann alles am Ball.“ Hat er etwa das Potenzial eines Anthony Yeboah, dem ehemalige Stürmer des Hamburger SV? „Nein, die beiden kann man nicht vergleichen. Unser Kevin ist nicht so dynamisch“, sagt Herthas B-Jugend-Trainer Dirk Kunert. „Aber Kevin kann mehr am Ball.“ Und er habe ein gutes Sozialverhalten, sei nicht arrogant. Welche Schwächen hat er noch? „Manchmal spielt Kevin zu mannschaftsdienlich“, sagt Kunert. Im Zweikampfverhalten sei er außerdem noch nicht clever genug. „Er kriegt zu oft auf die Socken, da muss er intelligenter spielen.“ Boateng hat das Fußballspielen nicht im Verein gelernt, sondern auf der Schillerwiese in Wedding. Boateng erzählt: „Für das Spiel habe ich früher die Schule geschwänzt.“ In Familie Boateng wird die Fußballbegeisterung immer weiter gegeben: Sein kleiner Bruder Jerome spielt in Herthas C-Jugend, sein älterer Bruder George kickte früher für die A-Jugend.

In drei Wochen geht es mit der U 16 ins Wintertrainingslager nach Spanien – gemeinsam mit Lennard Peter und Christian Preiß . Sie spielen ebenfalls bei Hertha BSC. Das erste Länderspiel der U 16 steigt im März gegen Frankreich.

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