Berlin : Kick für die ganze Familie

Hertha ließ am Samstag Große und Kleine mitspielen

-

Familie Schröder hat sich schon lange auf diesen Tag gefreut. Vor drei Wochen hatten sich Karl, Marianne und Sohn Patrick für den FußballFamilientag angemeldet. Gegen Mittag nun fuhren die drei aus der Hermannstraße in Neukölln gestern los – alle in Hertha-Trikot, mit dem Vornamen und Geburtsjahr als Rückennummer. Pünktlich zu Beginn des Stadionfestes des Fußball-Bundesligavereins Hertha BSC um 13 Uhr trafen sie bei strahlender Sonne im Hanns-Braun-Stadion nahe dem Olympiastadion in Charlottenburg ein. Dann ging es los, das Fußball-Turnier für Familien.

An der Party konnte jeder ohne Eintritt und ohne Anmeldung teilnehmen. „Wir wollten ein Fest für die ganze Familie organisieren“, sagte Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller. Ein Fest, das Verein und Fans näher zusammenbringen sollte. „Wir wollten den Klub greifbar für die Menschen machen“, sagte Schiller. Dass bei Hertha große und kleine Fans mitspielen konnten, war auch zahlreichen Sponsoren zu verdanken. Gemeinsam mit vier großen Firmen hatte Hertha das Fest organisiert, an dem 40 000 Menschen teilgenommen haben sollen.

Rein spielerisch gesehen barg das Hertha-Vergnügen für Familie Schröder eine kleine Enttäuschung: Nach fünf Minuten Spielzeit und einer 0:2-Niederlage war das Turnier für sie vorbei. Und der elfjährige Patrick den Tränen nahe. Aber schon kurz danach konnte der kleine Hertha-Fan wieder lächeln. Bei einem der zahlreichen Stände, an denen verschiedene Geschicklichkeitsspiele mit Fußbällen ausprobiert werden konnten, gewann er einen Hertha-Fanschal. Als er von Vater Karl dann auch noch eine Bratwurst in die Hand gedrückt bekam und zum Amateurstadion hinüberschlenderte, wo man den Hertha-Profis beim Probetraining zugucken konnte, war der Frieden im Hause Schröder wieder hergestellt. Wann kommt man sonst schon mal so dicht an seine Idole heran? Und dann läuft Patrick an, hin zu Marcelinho, dribbelt an der Konkurrenz vorbei, ist dicht am Ziel, zieht den Stift – und bittet um ein Autogramm. ist

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben