Kiez-Zentren : Noch mehr Plätze sollen schöner werden

Am vergangenen Sonnabend haben wir im Tagesspiegel 13 Plätze genannt, die aus unserer Sicht verbesserungswürdig sind. Nun nennen Leserinnen und Leser weitere Kiez-Zentren, die eine Verschönerung brauchen.

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Der Hanne-Sobek-Platz am Bahnhof Gesundbrunnen ist nach einem großen Hertha-Fußballer benannt. Doch er gleicht einer Müllhalde, schreibt unser Leser Ralf Rohrlach. Der Tagesspiegel sucht mit seinen Leserinnen und Lesern nach Orten im Stadtbild, die stadtplanerisch vernachlässigt werden und dringend eine Verschönerung brauchen. In dieser Fotogalerie finden Sie Beispiele. Senden Sie uns Ihre Ideen und Fotos an leserbilder@tagesspiegel.de.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Ralf Rohrlach
14.01.2012 12:11Der Hanne-Sobek-Platz am Bahnhof Gesundbrunnen ist nach einem großen Hertha-Fußballer benannt. Doch er gleicht einer Müllhalde,...

Geradezu poetisch trägt unsere Leserin Bettina Heimweg ihren Vorschlag zu unserer Verschönerungs-Aktion für Berliner Plätze vor: „Mein Lieblingsplatz! Innsbrucker Platz. Wo der sich befindet? Unerreichbar, ein gepflastertes Rondell.“ Bettina Heimweg steht mit dem Vorschlag nicht allein: Bislang am häufigsten wird der Innsbrucker Platz unter den Einsendungen genannt. Unter der Überschrift „Platz da!“ hatten wir am Sonnabend auf unseren „Mehr Berlin“-Seiten im Tagesspiegel 13 Stadtplätze genannt, die aus unserer Sicht verbesserungswürdig sind – und unsere Leserinnen und Leser gebeten, uns weitere Vorschläge zu schicken.

Die Resonanz ist großartig – in unserem Internetforum auf Tagesspiegel.de, per Email und per Post. Neben dem Innsbrucker Platz werden zum Beispiel der Wilhelmplatz in Mitte, der Breslauer Platz in Friedenau, der Bundesplatz in Wilmersdorf, der Louise-Schroeder- Platz in Wedding, der Hausvogteiplatz in Mitte, der Mierendorffplatz in Charlottenburg, der Platz Alt-Tegel, der Platz am S-Bahnhof-Zehlendorf, der Olivaer Platz in Wilmersdorf, der Südstern in Kreuzberg, der Dürerplatz in Schöneberg, der Savignyplatz in Charlottenburg, der Walther-Schreiber-Platz in Steglitz genannt.

Doch die Plätze wurden längst nicht nur aufgezählt. Mit viel Wissen, Verve und Lust am Engagement begründen unsere Leserinnen und Leser ihre Vorschläge. Die ausführlichen Briefe werden wir nach und nach auf Tagesspiegel.de und auszugsweise auch auf unserer Leserbrief-Seite im gedruckten Tagesspiegel veröffentlichen. Hinzu kamen Lob, Kritik und Anregungen: „Man muss ja nicht in fälschliche Nostalgie verfallen um zu erkennen, welch Verlust die Ignorierung mit folglichen Verwüstungen der öffentlichen Platzkultur für unser städtisches Leben bedeutet“, schreibt unser Leser Werner Brunner. „Um so dankbarer bin ich Ihrem Beitrag ,dieses Thema so großzügig im Tagesspiegel anzusprechen.“ Gleich der erste Leserkommentator auf Tagesspiegel.de allerdings mahnt: „Probleme werden nicht dadurch gelöst, dass man lediglich darüber redet, es ist endlich mal an der Zeit, dass die Menschen handeln.“

Zunächst aber erhoffen wir uns von Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, dass Sie weitere Plätze benennen, von denen Sie glauben, dass mehr architektonische und städtebauliche Gestaltung notwendig wäre. Sie können Ihre Vorschläge gern per Email schicken, an die Adresse: leserbriefe@tagesspiegel.de, bitte mit der Betreffzeile: „Berliner Plätze“. Gern auch per Post an: Der Tagesspiegel, Leserbriefe, Kennwort: „Berliner Plätze“, 10876 Berlin. Natürlich können Sie auf unserer Internetseite mitdiskutieren sowie auch dort Ihre Vorschläge zu weiteren Plätzen machen. Auf Tagesspiegel.de werden wir unsere Leserinnen und Leser dann auch bitten, darüber abzustimmen, welche Plätze wir Berliner Landschaftsarchitekten vorlegen sollen, damit sie dazu neue Entwürfe gestalten. Vielleicht können wir dann ja auch den einen oder anderen Verantwortlichen in den Bezirksbehörden von den neuen Ideen überzeugen.

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