Berlin : Kiez-Zentren sollen schöner werden Fördergelder für fünf Projekte in den Bezirken

In Moabit soll die Arminius-Markthalle zum „multiethnischen Basar“ und die Turmstraße verkehrsberuhigt werden, nahe dem Eastgate-Center in Marzahn sind ein Freizeitforum und Lichtinstallationen auf Hochhäusern geplant, und Charlottenburg-Wilmersdorf will sowohl den Kurfürstendamm als auch den Hardenbergplatz verschönern. Diese und weitere Ideen fördere das neue Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“, kündigte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer gestern an. Eine Jury hat aus 17 Bewerbungen fünf ausgewählt.

Die Umsetzung startet in diesem Jahr in der Turmstraße und Marzahner Promenade, ab 2009 folgen die City-West, die Weddinger Müllerstraße und die Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die Konzepte wurden von den Bezirksämtern mit Händlern, Hausbesitzern, Investoren und anderen Anliegern entwickelt. Bis 2013 stehen neun Millionen Euro bereit, davon steuert der Bund ein Drittel bei.

Junge-Reyer betonte, in der „polyzentrischen Stadt“ Berlin seien die Bezirkszentren die „wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Kerne“. Zur Jury gehörten unter anderem TU-Wissenschaftler, Nils Busch-Petersen (Handelsverband) und der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Christian Wiesenhütter.

Wie die Ideen realisiert werden, entscheiden die Bezirke. Sie wollen auch weitere Gelder auftreiben, etwa bei Immobilienbesitzern. Für den Hardenbergplatz plant der federführende SPD-Wirtschaftsstadtrat Marc Schulte einen Gestaltungswettbewerb, dort entsteht voraussichtlich auch ein Projektbüro für die Umgebung. 2011 sollen Kurfürstendamm und Tauentzienstraße unter dem Motto „125 Jahre Ku’damm“ umgestaltet werden (1886 war eine Dampfstraßenbahn in Betrieb gegangen). Angedacht sind veränderte Mittelstreifen, neue Straßenpflaster und bessere Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger. CD

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