Berlin : Kilometerlange Staus auf Adlergestell und Heerstraße

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Nichts ging mehr gestern Vormittag auf dem Adlergestell und auf der Heerstraße. In Richtung Innenstadt stauten sich die Fahrzeuge kilometerweit. Betroffene Autofahrer kritisierten die kurzen Grünphasen der Ampeln. Auch Pilot Ramon Montana, der für Rundfunksender aus dem Flugzeug die Verkehrslage beobachtet, konnte keine andere Ursache für das Chaos ausmachen. Bei der Verkehrslenkung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hieß es dagegen wie so häufig, man habe keine Probleme bemerkt.

„Die Ampeln laufen alle ganz normal“, sagte der Leiter der Verkehrslenkung, Rolf Brodback. Die defekten Induktionsschleifen der Anlage am Adlergestell sind nach seinen Angaben bereits rund eine Woche nach Eröffnung des neuen Autobahnabschnittes nach Adlershof repariert worden. Auch Probleme, die es bei der Datenübertragung zwischen den Ampeln an der Heerstraße und dem Verkehrsrechner gab, seien behoben. Gerade hier würden Messschleifen in der Fahrbahn ein genaues Lagebild liefern, von größeren Staus habe man nichts bemerkt. Brodback verweist auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, weil bei Regen mehr Menschen mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren.

Montana spricht dagegen von einem „sehr auffälligen“ Stau auf der Heerstraße. Eine halbe Stunde hätten Autofahrer gestern früh gebraucht, bis sie über die Kreuzung Pichelsdorfer Straße kamen. Als Ursache vermutet er die Ampelschaltungen hier und an der Gatower Straße. Am Adlergestell reiche der Rückstau regelmäßig bis hinter den Glienicker Weg. Mit 15 bis 20 Minuten Wartezeit müssten Autofahrer hier rechnen.

Demnächst soll auch der Verkehrswarndienst, für den bisher die Polizei verantwortlich ist, an die Verkehrslenkungszentrale abgegeben werden. Experten befürchten aufgrund der Erfahrungen mit der neuen Behörde eine drastische Abnahme der Hinweisqualität. du-

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