Berlin : Kinder sexuell missbraucht: Zuhälter zwangen Jugendliche zur Prostitution

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Eine dreiköpfige Bande von Menschenhändlern und Zuhältern hat unter anderem drei 16 und 17 Jahre alte Mädchen in Berlin zur Prostitution gezwungen. Gegen die bereits am 13. November in Neukölln festgenommenen Verdächtigen wurden inzwischen Haftbefehle erlassen. Es handelt sich um einen 34 Jahre alten Türken, dessen 23 Jahre alte deutsche Lebensgefährtin und einen 19-jährigen Rumänen, teilte die Polizei gestern mit. Auf welchen Wegen die Frauen nach Deutschland geschmuggelt worden waren, ist bisher noch nicht vollständig geklärt.

Den Ermittlungen der Kripo zufolge waren der 34-Jährige und dessen Lebensgefährtin die Chefs in dem Bordell, der 19-Jährige war Türsteher und Schleuser. Nach Auskunft der Polizei schmuggelte er vier Frauen nach Deutschland. Diesen wurde offenbar versprochen, hier als Kellnerinnen Geld verdienen zu können.

Als sie in Deutschland ankamen, wurden ihnen als erstes ihre Papiere abgenommen. Die Frauen stammen aus Polen, der Ukraine und Rumänien. Insgesamt sieben Opfer konnte die Polizei aus den Fängen der Bande befreien. Teilweise seien die Frauen "massiv ausgebeutet" worden, sagte ein Polizeisprecher.

Aufgeflogen war die Bande während einer Routinekontrolle der Polizei am 13. November. Die Verdächtigen hatten den verängstigten und hilflosen Frauen die Papiere abgenommen und sie in verschiedenen Wohnungen sowie in dem Bordell selbst untergebracht. Nahezu ihre gesamte durch die Prostitution erzielten Einnahmen mussten sie an die drei Zuhälter abliefern.

Gegen die beiden Männer und die Frau ermitteln jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des schweren Menschenhandels, der Zuhälterei, der gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusung sowie der Urkundenfälschung.

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