Kinderbetreuung : Berlins Kitas arbeiten verlustfrei

Die Stadt Berlin hat ihre Kitas in fünf Eigenbetriebe gegliedert. Vier der Betriebe haben Schätzungen zufolge 2006 ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt.

Berlin - Nach den Erfahrungen des ersten Geschäftsjahres könne für die Kita-Eigenbetriebe "City", "Nordwest", "NordOst" und "SüdWest" von einer "auskömmlichen Finanzierung" ausgegangen werden, heißt es in einem Bericht des Berliner Senats an das Abgeordnetenhaus. Lediglich für den Eigenbetrieb "SüdOst" lasse sich für das vergangene Jahr kein ausgeglichenes Jahresergebnis prognostizieren, heißt es.

Auf Basis der bisher vorliegenden Daten und Stellungnahmen sei den Kita-Eigenbetrieben ein "erfolgreicher Start" zu bescheinigen, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung. Die Finanzierung werde von den für die Kita-Eigenbetriebe zuständigen Bezirken übereinstimmend als ausreichend bezeichnet. Zur weiteren Sicherung beabsichtigt der Senat, die "bestehenden und vorübergehend notwendigen Ausgleichsregelungen" für Nachteile bis zum 31. Dezember 2009 fortzuführen.

Opposition kritisiert Senat

Der jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Mirco Dragowski, sagte, mit den Ausgleichszahlungen bis 2009 subventioniere der Senat den Misserfolg der staatlichen Kitas. Die pädagogisch sehr erfolgreichen und wirtschaftlich geführten Kitas in freier Trägerschaft würden auf diese Weise bestraft. Dragowski forderte, alle öffentlichen Kitas vollständig auf freie Träger zu übertragen. (tso/ddp)

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