Berlin : Kinderfilme: und "Piiingu!" war auch dabei

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Er trägt seine schwarze Wampe mit Stolz und rudert selbstgefällig mit den Flossen, aber vor allem ist er eine flauschgewordene Bilderbuch-Figur: Pingu. "Mal anfassen", sagt ein Mädchen und wischt ihre popcornklebrigen Finger an dem weichen Polbewohner ab. "Hm, schön." Ob der Mensch, der in Pingu steckt, das auch so schön findet? Weiß man nicht. Aber den Kindern, die ihr Popcorn schon vor dem Beginn der Premiere des "Lars"-Films aufgeknuspert haben, gefällt das Get Together mit Pingu.

Deswegen kreischt es im Cine Star im Sony Center auch glockenhell aus einer Vielzahl Kinderkehlchen: "Piiingu!" Dabei ist der eigentliche Hauptdarsteller, "Der kleine Eisbär", als lebensgroße Kuschelfigur gar nicht anwesend. Der ist in Düsseldorf, wo zeitgleich eine weitere Premiere des Films nach der Buchvorlage von Hans de Beer stattfindet. Tja, aber dafür gibt es den kleinen Eisbär Lars auf der großen Leinwand zu sehen. Und wenn man sich, kaum dass es dunkel geworden ist, mal umguckt, schaut man direkt in die aufgerissenen Münder der kleinen Kinogänger. Zum ersten Mal ins Kino gehen ist eben ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.

Auch der Produzent des Trickfilms, Thilo Graf Rothkirch, erinnert sich noch an sein erstes Mal: "Das war ein Tarzan-Film, und meine kleine Schwester hat sehr geweint." Graf Rothkirch findet nichts schlimmer als heulende Kleinkinder. Aus diesem Grund hat "Der kleine Eisbär", das muss jetzt gesagt werden, ein glückliches Ende. "Trotzdem", meint Graf Rothkirch, "die Kinder sollten mindestens fünf Jahre alt sein."

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