Berlin : Kirche distanziert sich von Irak-Konferenz linker Gruppen

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Zu einer „Internationalen IrakKonferenz“ treffen sich heute linksgerichtete Gruppen in Berlin. Die Veranstaltung mit dem Untertitel „Besatzung – Widerstand – Internationale Solidarität“ sollte ursprünglich im Interreligiösen Zentrum Jerusalemkirche an der Lindenstraße in Kreuzberg stattfinden – doch der Kirchenkreis Berlin-Mitte kündigte den Mietvertrag wegen politischer Bedenken. Gestern widerrief auch die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Karlshorst eine Mietvereinbarung. Nun sollen Räume eines türkischen Vereins in Kreuzberg genutzt werden.

Die Senatsverwaltung für Inneres sieht keinen Anlass für ein Verbot der Konferenz. Trotzdem hatte sich das Kirchenzentrum anhand von Medienberichten entschlossen, die Räume nicht zur Verfügung zu stellen. Es ging vor allem um den als Redner vorgesehenen Sprecher der „Irakischen Patriotischen Allianz“, Awni al-Kalemji, der sich für Anschläge im Irak ausgesprochen haben soll. So zitierte ihn das ARD-Fernsehmagazin Panorama Ende 2003 mit den Worten: „Wenn man die Besatzer schlagen will, gibt es nur einen Weg: einen Guerilla-Krieg, bewaffneten Kampf. Die Leute, die mit der Besatzung kooperieren, etwa Polizisten, alle diese Leute sind Ziele für uns.“

Zu den Unterstützern der Konferenz gehören die „Attac Arbeitsgemeinschaft Globalisierung und Krieg“, die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Berlin, der Deutsche Friedensrat und der Deutsche Freidenkerverband. CD

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