Berlin : Kirchen wollen Religionsfach stärken

Am Montag geht es bei den Koalitionsverhandlungen um die Bildungspolitik und auch um den Religionsunterricht. In einem Brief an SPD und CDU haben sich die Kirchen für Verbesserungen im Religionsunterricht stark gemacht. Schüler sollen sich vom Pflichtfach Ethik abmelden können, wenn sie alternativ den Religionsunterricht besuchen, fordern die evangelischen Landeskirche und das Erzbistum in dem Schreiben. Auch wünschen sie sich, dass im Religionsunterricht wie im Ethikunterricht Noten verteilt werden. Eine solche Regelung wäre mit dem Brandenburger LER-Modell vergleichbar. Offenbar will sich auch die CDU für dieses Modell einsetzen. Die SPD will die jetzige Regelung beibehalten. Anders als in den meisten Bundesländern ist der Religionsunterricht in Berlin nur ein freiwilliges Zusatzfach. Verpflichtend ist in den Klassen 7 bis 10 der Ethikunterricht. 2009 scheiterte die Bürgerinitiative „Pro Reli“ bei einem Volksentscheid mit ihrer Forderung, Religions- und Ethikunterricht sollten gleichberechtigte Alternativfächer werden. In Brandenburg ist das Fach „Lebenskunde-Ethik-Religionskunde“ (LER) Pflichtfach. Schüler können sich aber von LER abmelden und stattdessen den Religionsunterricht besuchen. clk

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