Berlin : Kitareformgesetz: Betreuung im Hort wird für viele billiger

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Endlich mal wieder eine gute Nachricht: Für viele Eltern werden die Hortgebühren künftig billiger. So will es das Kitareformgesetz, das das Parlament im Abgeordnetenhaus am heutigen Donnerstag aller Wahrscheinlichkeit nach beschließen wird. Deshalb stellen wir Ihnen die neuen Gebühren in der Tabelle unten vor.

Grund für die Verbilligung sind zwei Entscheidungen: Zum einen wurde im Schulgesetz verankert, dass die so genannte verlässliche Halbtagsgrundschule von 7.30 bis 13.30 Uhr kostenlos ist. Das heißt, alle Eltern zahlen nur für die Betreuung vor oder nach diesem Zeitraum. Zum anderen sind die neuen Gebühren je nach Dauer der Betreuung gestaffelt. Zuvor waren sie nur nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt, aber nicht nach der Dauer der Betreuung. Eltern, die ihr Kind drei Stunden im Hort ließen, mussten genauso viel zahlen wie die, die es dort sechs Stunden am Tag unterbrachten. Jetzt können die Eltern zwischen verschiedenen Betreuungsmodulen wählen: von 6 bis 7.30 Uhr, von 13.30 bis 16 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Nur für die längste Spanne, also von 6 bis 18 Uhr, zahlen Eltern genauso viel wie bisher. Für alle anderen wird es billiger.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband begrüßte die neuen Gebühren. „Durch die Differenzierung zahlen die meisten Eltern künftig weniger“, sagte Martin Hoyer, der bei dem Verband für die Kindertagesstätten zuständig ist. Vorher seien die Beiträge zu hoch gewesen für die Leistungen, die die Eltern in Anspruch genommen hätten. Die Berechnungsgrundlagen für die Einkommensstaffelung haben sich für die neuen Gebühren kaum verändert.

Das neue Kitagesetz sieht außerdem vor, dass die öffentlichen Kitas in Eigenbetrieben zusammengefasst werden und die Horte in die Verantwortung der Schulen übergehen. Letzteres hat zur Folge, dass wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Schülerläden bestehen bleibt. clk

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