Berlin : Klangkunstforum: Sprung ins klingende Bad

Marion Schierz

Entspannung im Großstadtlärm: Am Potsdamer Platz werden jetzt die schrillen Geräusche von Draußen in einen Raum geholt und in beruhigende Töne umgewandelt. Der "Pool" der Künstler Sam Auinger und Bruce Odland ist die letzte Installation im Rahmen des Klangkunstforums in den Park Kolonnaden. Neben der Daimler-City und dem Sony Center ist dieser Komplex an der Südseite des Potsdamer Platzes das drittgrößte Bauprojekt auf dem Areal. Ende des Jahres sollen die letzten Bauten fertig sein.

Bereits im August zieht die neue Dienstleitungsgewerkschaft Verdi mit 650 Mitarbeitern ein. Die Errichtung der Park Kolonnaden wurde mit dem Klangkunstforum begleitet. "Statt in teure Richtfeste haben wir diese junge Kunstform gefördert", erläutert der Bauträger, die HVB Projekt GmbH.

Sieben renommierte Klangkünstler inszenierten in den Rohbauten ihre Werke. Dabei reichte das Spektrum vom "Wasserwald" im Tiefgaragen-Rohbau über "Grillen-Zirpen" bis zu "tratschenden Orgelpfeifen". Zum Jahresende werden die klingenden Kunstwerke und ihre Macher in einem Buch vorgestellt.

Im gestern vorgestellten "Klang-Pool" können die Besucher die "akustische Landschaft" der Park Kolonnaden erleben. Über drei Resonanzrohre werden Geräusche in einen Raum übertragen, wo "diese mit Hilfe von Filtern, Resonatoren und Matrixmixern geformt und komponiert" werden. Klangschichtungen und Wellen fließen dabei durch den Raum - wie in einem Schwimmbad.

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