Berlin : Klassenzimmer mit Anschluss an die Welt - die Leibniz-Oberschule

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Jubiläum feiert dieser Tage auch die Leibniz-Oberschule: Vor 150 Jahren wurde sie als "Friedrich-Wilhelmstädtische Lehranstalt" in der Friedrichstraße gegründet. 1906 zog das umbenannte Gymnasium dann in einen Neubau in der Schleiermacherstraße 23, wo es bis heute zu finden ist. Rund 500 Schüler hat die Schule derzeit. In den letzten Monaten erforschten einige von ihnen die Geschichte ihres Gymnasiums.

Die Geschichtslehrerin Christiane Thies hat mit einem Kollegen "eigentlich immer nur Plätzchen und Gummibärchen ausgeteilt", sagt sie - währenddessen stöberten ihre Schüler in alten Zeugnissen und Dienstbüchern, die im Schularchiv in staubigen Kisten lagerten. Dieses Archiv befindet sich übrigens im astronomischen Turm der Schule - hier konnte die Schüler früherer Generationen die Sterne beobachten. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg, sagt Lehrerin Thies, war die Lehranstalt mit ihrer Ausstattung "Speerspitze des Fortschritts". Auch eine umfangreiche Bibliothek und eine Orgel habe es gegeben, erzählt die Geschichtslehrerin.

Derzeit bemühen sich Lehrer und Eltern, die Schule den veränderten Herausforderungen unserer Tage anzupassen: So wurden bereits alle Klassenzimmer mit einem Internet-Anschluss versehen. Stolz ist man aber auch auf eine Gruppe, in der Ehemalige und Schüler zusammen Stücke von Bach bis Monteverdi spielen - auf originalgetreuen Nachbauten jener Instrumente, die in den Zeiten der alten Meister benutzt wurden. Als einziges Kreuzberger Gymnasium bietet die Schule auch einen Leistungskurs Musik an.

Während die Schüler das Jubiläum bereits im Laufe der Woche mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert haben, steht noch der große Schulball aus, auf den sich wohl besonders die Ehemaligen freuen. Er findet heute abend im Hotel "Steglitz International" statt. Plausch über alte Zeiten ist garantiert.

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