Berlin : Klaus Landowsky: Frank Steffel: Der Neue gilt als smart und clever

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Der Nachfolger von Klaus Landowsky im Fraktionsvorsitz der CDU steht nun so gut wie fest. Frank Steffel ist der einzige Kandidat. Fraktionsgeschäftsführer Alexander Kaczmarek, der sich seine Kandidatur lange offen gehalten hatte, verzichtete gestern.

Frank Steffel ist der Favorit von Klaus Landowsky und Eberhard Diepgen. Und mit gerade erst 35 Jahren symbolisiert er den Generationswechsel. Steffel, gebürtiger Berliner, ist der Mann mit dem lockeren Auftreten, dem guten Aussehen, dem smarten Lächeln und der rhetorischen Begabung - ganz wie einst der junge Landowsky. Ihm wird zugetraut, dass er Wähler für sich einnimmt. Der promovierte Diplomkaufmann hat als Jungunternehmer eine Großhandelsfirma für Bodenbeläge. Seit zehn Jahren gehört er dem Abgeordnetenhaus an. Er stieg rasch zum Wirtschaftsexperten und stellvertretenden Fraktionschef auf, vor einem Jahr auch zum stellvertretenden CDU-Landeschef. Landowskys politischer Ziehsohn hielt sich brav von "Union 2000" fern, der innerparteilichen Personalagentur zum Erkämpfen der Machtbeteiligung. Landowsky hat ihn öfter im Parlament getestet. So durfte er letzten Dezember unter den Adleraugen des Chefs die große Debattenrede zum Haushalt 2001 halten; bis hin zur Wortwahl folgte er dessen Rhetorik. Steffels Freunde halten ihn für den Generalisten, der ein Fraktionschef sein muss, seine Gegner für arrogant und selbstgefällig. Er muss aufpassen, dass er die Fraktion geschlossen hinter sich bringt.

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