Klausurtagung der CDU-Fraktion : Nachhilfe vom Lehrer des Jahres

Die CDU geht in Klausur. Zentrales Thema: Schule. Jetzt werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Robert Rauh gibt Tipps.

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Marode Schulen, drohender Lehrermangel: Die CDU will sich zu diesen Themen positionieren. Foto: dpa
Marode Schulen, drohender Lehrermangel: Die CDU will sich zu diesen Themen positionieren.Foto: dpa

Ziemlich genau 150 Tage vor der Wahl will die CDU-Fraktion schon mal ihre Prioritäten für die Zeit danach benennen: Schule, Integration und innere Sicherheit stehen auf der Agenda ganz oben und werden auf der Klausurtagung am Wochenende den meisten Raum einnehmen. Dies kündigte Fraktionschef Florian Graf am Mittwoch an.

Wobei das Thema Schule im Mittelpunkt stehen wird. Deshalb will die CDU drei Fachleute hinzuziehen, darunter den Geschäftsführer der Schulbau Hamburg GmbH, der berichten soll, wie die Hansestadt bei der Sanierung ihrer Schulen vorgeht. Neben dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, einem leidenschaftlichen Verfechter des mehrgliedrigen Bildungssystems und insbesondere des Gymnasiums, kommt der Pädagoge, Moderator und Buchautor Robert Rauh zu Wort: Vom Lehrer des Jahres 2013 wollen sich die Christdemokraten erläutern lassen, wie der Lehrerberuf attraktiver werden kann, was wiederum zur aktuellen Lehrersuche im Ausland passt.

Auch um die Integration der Flüchtlinge soll es gehen

Neben den 39 CDU-Abgeordneten werden auch die Senatoren, Bundestagsabgeordneten und Bezirksbürgermeister der CDU sowie Staatsministerin Monika Grütters an der Klausur in Blankenhain nahe Weimar teilnehmen. Zum Auftakt am Freitag soll es zunächst um das Thema Flüchtlinge gehen. Da am selben Tag die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten über das Integrationsgesetz und die Wohnsitzauflage debattieren wird, will die CDU-Fraktion die tagesaktuelle Entwicklung bei diesem Thema in ihre Klausur und mögliche Beschlüsse einbeziehen. Und sie will sich von Sozialsenator Mario Czaja erläutern lassen, wie das denn genau funktioniert mit der freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen, von der Czaja kürzlich berichtet habe. Bei denen, die bleiben dürfen, soll „gefördert und gefordert“ werden, betonte Graf. Es müsse um eine rasche Integration in den Arbeitsmarkt gehen.

Der Sonntag gehört vor allem der inneren Sicherheit. Daher kommt der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, nach Blankenhain. Weitere Themen wie die Digitalisierung, die Stärkung der Wirtschaft durch bessere Rahmenbedingungen sowie die aktuelle Debatte um den BER-Eröffnungstermin werden sich den Hauptthemen unterordnen.

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