Berlin : Kleiderwechsel im Neonlicht

Junge Designer aus Berlin und Minsk präsentierten ihre Mode in den Galeries Lafayette

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Ein langer Gang, schwarz ausgekleidete Wände, perlende Klaviermusik. Das einzige Licht von Neonröhren, die 36 junge Frauen in den Händen halten. Sie tragen weich fließende und strenge, schlichte und aufwändige, schwarze und bunte, in jedem Fall interessante, ungewöhnliche Kleider. Der „Fashion Channel“ im Untergeschoss der Galeries Lafayette war beispielhaft für eine gelungene Modeperformance (Konzept: Christian Brey). „Junge Modedesigner in Berlin sind innovativer als in Paris. Dort muss man schon etabliert sein, um sich die teure Stadt leisten zu können“, sagt Thierry Prévost, seit knapp zwei Jahren Geschäftsführer der Galeries Lafayette an der Friedrichstraße. Seit Januar präsentiert das französische Kaufhaus unter dem Titel „labo mode“ jeweils für drei Monate drei deutsche Nachwuchsdesigner. 15 der Labels im „Fashion Channel“ waren „labo mode“Teilnehmer, die anderen drei stammten aus Minsk und waren innerhalb eines Austauschs mit der Modeschule Esmod nach Berlin gekommen.

An diesem Abend hatte die geladene Modeszene neben Weinverkostung und Häppchenverzehr die angenehme Aufgabe, ein deutsches und ein weißrussisches Label zu prämieren. Das Niveau war hoch, das Resultat dementsprechend erfreulich. Irina Scherjaewa mit ihrer vom russischen Konstruktivismus inspirierten Kollektion „Info Büro“ und die Finalistinnen des Moët Chandon-Fashion Debüt, Doreen Schulz und Clara Kraetsch mit dem Label C.Neeon, dürfen ihre Kollektion bei Galeries Lafayette in Paris präsentieren. S.N.

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