KLEINE WARENKUNDE : Fisch – der Jodlieferant

WAS IST DRIN?

Fisch macht fit, das bewirkt besonders der hohe Jodgehalt vor allem bei Seefischen. Jod ist wichtig für die Schilddrüse, denn die erzeugt Hormone für den Energiestoffwechsel. Fisch enthält auch das das Immunsystem stabilisierende Spurenelement Selen. Hinzu kommen die Vitamine A, D und Vitamine der B-Gruppe sowie Kalium, Kalzium und hochwertiges Eiweiß. Fisch enthält zwar teils so viel Cholesterin wie Fleisch, liefert aber auch in hohem Maße mehrfach ungesättigte Omega-3- Fettsäuren, die Herzerkrankungen vorbeugen.

WO LIEGEN DIE RISIKEN?

Im Fischkörper können sich Kadmium, Quecksilber oder Dioxine anreichern. Das gilt besonders für Raubfische. Diese Belastung relativiert sich aber, weil die meisten Fische für den deutschen Markt jung und in küstenfernen Gebieten gefangen werden. Fische ab einer bestimmten Größe werden zudem auf Schadstoffe untersucht. Heute stammt bereits jeder zweite bis dritte verzehrte Fisch aus Aquakulturen, die, wie jede Massentierhaltung, allerdings auch Probleme mit sich bringen. Besonders der preislich günstige Modefisch Pangasius aus Vietnam wird im Brackwasser gezüchtet, mit Antibiotika gegen Infektionen „geimpft“ und bekommt weitere Zusätze, die das Wasser im Fleisch binden und so das Verkaufsgewicht erhöhen. Also: Pangasius meiden, Bio- Aquakulturen bevorzugen.

WIE VIEL IST EMPFEHLENSWERT?

Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

WAS IST GESUND?

Auch in Tiefkühlfisch sind alle Nährstoffe erhalten. Bei Konserven und Räucherfisch kann es aber Verluste geben.

WIE ERKENNT MAN QUALITÄT?

Das A und O ist die Frische. Gute Qualität erkennt man u. a. an leuchtend roten Kiemen und frischem Gewässergeruch. Das blaue Ökosiegel des Marine Stewardship Council (MSC) mit einem weiß stilisierten Fisch garantiert, dass die Tiere aus bestandserhaltenden Fischereien stammen. CS

Wir befragten den aid Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e.V. in Bonn.

0 Kommentare

Neuester Kommentar