KLEINE WARENKUNDE : Süßigkeiten – die Seelentröster

WAS IST DRIN?

Die meisten Süßigkeiten wie Bonbons oder Gummibärchen enthalten überwiegend Zucker und sind sehr fetthaltig, also auch kalorienreich. Ihr Gehalt an lebenswichtigen Nährstoffen ist eher gering. Selbst im Honig oder in Rübensirup, die häufig als gesund angepriesen werden, sind nur Spuren von Vitaminen, Mineralien und antibakteriellen Wirksubstanzen. Schokolade soll munter machen, weil Kakaobohnen das coffeinähnliche Theobromin enthalten. Diesen Effekt garantiert aber nur ein hoher Kakaoanteil von mehr als 60 Prozent.

GEHT ES AUCH OHNE?

Man sollte sich Süßes in Maßen gönnen. Um den Heißhunger zu stillen sind Süßigkeiten dagegen völlig falsch. Es gibt gesündere Alternativen zu reinem Zuckerzeug, Trockenfrüchte etwa. Sie enthalten Fruchtzucker im Verbund mit Nährstoffen, was ernährungsphysiologisch günstiger ist.

WO LIEGEN DIE RISIKEN?

Häufiges Naschen kann zu Karies führen, vor allem, wenn anschließend nicht die Zähne geputzt werden. An Übergewicht sind häufig auch zuckerhaltige Getränke schuld. Süßigkeiten enthalten oft künstliche Farb-, Konservierungs- und Aromastoffe. Und schließlich: Wer zu viel Süßes isst, bremst den Appetit auf wertvolle Nahrung.

WAS ALSO IST EMPFEHLENSWERT?

Kalorien lassen sich ohne Verzicht leicht einsparen. Ein Becher Vanilleeis mit Sahne hat etwa 420 kcal. Die gleiche Menge Fruchtsorbet mit Obst und Joghurt ist nur halb so kalorienreich. Bio-Schokoaufstriche oder -bonbons enthalten zwar keine künstlichen Zusatzstoffe, aber doch viel Zucker. Süßstoffe gelten nicht mehr als schädlich, schmecken aber oft seltsam.

WIE ERKENNT MAN QUALITÄT?

Gute Schokolade enthält z.B. als Geschmacksstoff echte Vanille, billige dagegen künstliches Vanillin. Wichtig: die Zutatenliste lesen.

Wir befragten Ute Alexy, Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund