Berlin : Kleines Filmfest, großer Spaß

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Es ist eine der viele Traditiönchen während der Filmfestspiele, dass sich die deutsche Film-Schickeria zur Berlinale gerne beim nächtlichen Absacker am Donnerstag im „Bovril“ am Ku’damm trifft. Eingeladen werden sie von den Veranstaltern des kleinen Filmfests Lünen bei Dortmund. Klingt provinziell, ist es aber nicht. Denn Lünen hat einen guten Ruf in Sachen deutscher Film und deshalb kommen alle gern. Zu essen gibt es stehpartygerechte Häppchen, es sei denn man heißt Peter Lohmeyer . Für den wirft der Chef des Hauses auch noch einen Fisch in die Pfanne. Lohmeyer selbst verteilte guten Freunden seine neue CD – eine Single, ein Anti-Kriegs-Song, aufgenommen zugunsten von Medico International. Am Montag ist die Platte im Handel. Die nahende Grippewelle hat bereits die Schauspielerin Nina Hoss niedergestreckt, die deshalb nicht kommen konnte, stattdessen per SMS die Zahlen ihres Fieberthermometers durchgab: 37,8 waren es am Donnerstag. Max Raabe blickt weiteren Grippeviren gelassen ins Auge: „Ich bin geimpft.“ Aber das bedeute im Zweifelsfall nichts. Raabe: „Ich habe mich geschützt gegen Viren aus dem Osten, bei der Tournee in Italien fing ich mir aber einen aus dem Süden ein und habe damit das halbe Palast-Orchester lahmgelegt.“ Max Raabe stammt übrigens aus Lünen. Klar, dass er hier dabei ist. Wie auch Festival-Chef Dieter Kosslick , Rolf Bähr , Chef der Filmförderungsanstalt, Berlinale-Sektionsleiter Alfred Holighaus und Verleihchef Christoph Ott . Und für die meisten ist die Berlinale mit der schönen, weil unkomplizierten kleinen Party im „Bovril“ zu Ende. Jetzt nähert sich das Fest dem Feier-Abend. oew

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