Berlin : Kleingärten: Mehr Sicherheit für die Laubenpieper

C. v. L.

Als "unverzichtbaren Bestandteil einer lebenswerten Stadt" hat Stadtentwicklungssenator Peter Strieder die Kleingärten bezeichnet. Die Gärten sicherten für viele Berliner einen preiswerten Erholungsraum. "Für mich steht außer Frage, dass die Entwicklung und Pflege der Berliner Kleingärten ein wichtiger Schwerpunkt der Berliner Stadtentwicklungspolitik ist", sagte Strieder bei der Festveranstaltung zum 100-jährigen Bestehen der Kleingärtner-Organisation. Dem Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. gehören heute 18 Bezirksverbände der Kleingärtner und zwei Bezirksgruppen der Siedler an. Damit vertritt die Organisation fast 72 000 Kleingartenpächter und 651 Siedler.

Der Senator kündigte an, sich im Senat für den Bestandsschutz von 350 Hektar Kleingartenläche einzusetzen, die im Flächennutzungsplan von 1994 nicht berücksichtigt worden waren. Für diese Kleingärten endet 2004 die planungsrechtliche Absicherung, sie soll aber verlängert werden.

Wegen der veränderten demographischen Entwicklung in Berlin bestehe für das Land derzeit kein Interesse, mittelfristig aus Kleingärten Flächen für Wohnungen oder Gewerbeansiedlungen zu machen, betonte Strieder. Schrebergärten gehen auf den Arzt Daniel Gottlob Moritz Schreber zurück, der 1864 in Leipzig Spielplätze für Arbeiterkinder angelegt hatte. In Berlin wurde im April 1901 die "Vereinigung sämtlicher Pflanzenvereine Berlins und Umgebung" gegründet.

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