Berlin :  KLIMAPLÄNE FÜR ANDERE STÄDTE

DER WETTERDIENST

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist eine Behörde des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit Sitz in Offenbach. Der nationale Wetterdienst berät auch die Flugsicherung, Katastrophenschutzeinrichtungen und die Bundeswehr.

DER FALL FRANKFURT

Die hessische Metropole hat den DWD als erste deutsche Großstadt mit einer Klimastudie beauftragt. Derzeit stimmen DWD und Städteplaner Details ab. Die Studie besagt, dass es 2050 in der Bankenmetropole 12 bis 26 Tage mehr mit über 25 Grad im Schatten geben wird – derzeit sind es 46. In dicht bebauten Gebieten wie dem Hochhausviertel sollen es noch mehr sein. Da Menschen bei Hitzeperioden innerhalb von fünf Gehminuten schattige Zonen erreichen sollten, könnte die Stadt mehr Baumgruppen anpflanzen. Und die beliebte Einkaufsstraße „Zeil“ könnte mit Sonnensegeln überdacht werden. Es sollen grüne Park-Inseln mit mindestens einem Hektar Fläche entstehen. In europäischen Großstädten werde es eine Renaissance der Grünzüge und Alleen geben, vermutet der DWD – für Frankfurt am Main ist der Luftdurchzug in den Taunus wichtig.

DER FALL KÖLN

Köln lässt den DWD nach Berlin als dritte deutsche Stadt mit dem Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen eine Klimastudie erstellen. Denn die EU-Kommission hat städtische Ballungszentren wegen Gesundheitsgefährdungen durch verstärkte Aufheizung oder Extremereignisse wie Starkniederschläge dazu aufgefordert. Köln wartet auf Ergebnisse zur Kanalisation, zum Wohnen in der Innenstadt, zur Verdichtung. Geplant sind Messprogramme zu Temperatur, Feuchte, Niederschlag und Strahlung.

DIE FORSCHUNG

Die Klimamodelle weltweit beruhen auf Computerberechnungen, die auch Daten von Wetterradaren, Ballonen in dutzenden Kilometern Höhe, Wettersatelliten und Bodenstationen berücksichtigen. Selbst Wirtschaftskrisen und weltweite tödliche Pandemien werden teils mit einberechnet. Nach Aussage von DWD-Klimaforscher Gerhard Müller-Westermeier gibt es für die drastischen Temperaturerhöhungen der vergangenen Jahrzehnte „überwiegend keine andere Erklärung als den Menschen als Verursacher“. Denn der Klimawandel ist Folge des erhöhten Ausstoßes an Treibhausgasen wie CO2. kög

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